44 % der Menschen zwischen 16 und 30 Jahren dürfen in Wien nicht wählen! Wie stehen Sie zum Thema Demokratie?

Vor laufender Kamera über Demokratie und Politik zu sprechen, kann für viele junge Menschen eine große Herausforderung darstellen. Besonders wenn eine andere Erstsprache, die Angst vor Blamage oder die Sorge um die Auswirkungen auf den eigenen Asylstatus hinzukommen, wird der offene Dialog schnell zur Hürde. Hier setzt das (un)sichtbar-Projekt des Sozialwerk an, gefördert vom Büro für Mitwirkung der Stadt Wien. Mit Mitteln wie Masken, Greenscreen und KI-unterstützter Videobearbeitung machen wir unsere Gesprächspartner:innen unsichtbar und erstellen kurze Videos für Social Media. Unser Ziel ist es, mit jenen ins Gespräch zu kommen, die sich nicht gehört fühlen – sowohl persönlich als auch online

Projekt (un)sichtbar

Das (un)sichtbar-Projekt nutzt unsere Erfahrung in der Demokratiebildung, um ein Medienprojekt mit Kindern und Jugendlichen zu starten. In unserer Arbeit sehen wir immer wieder, wie wichtig eine aktive Auseinandersetzung mit Politik und Demokratie ist. Der digitale Raum wird hierbei zunehmend zur Sozialisations- und Bildungszone, birgt jedoch auch die Gefahr von Ausgrenzung und Stigmatisierung.

Wie interviewt man also einen jungen Schutzsuchenden, der sich kritisch gegenüber bestimmten Aspekten unserer Demokratie äußern möchte, aber Angst hat, dass dies seine Chancen auf Asyl mindern könnte? Wie spricht man mit einem jungen queeren Menschen, der fürchtet, wie seine Freund:innen auf seine Meinung reagieren würden?

Das (un)sichtbar-Projekt setzt hier an. Um Jugendlichen die Freiheit zu geben, ihre Meinung zu äußern, anonymisieren wir die Interviews durch den Einsatz von Masken, Greenscreen und Videoschnitt, sodass nur Kleidung und Körpersprache sichtbar bleiben. Dadurch schaffen wir ansprechende Inhalte für die sozialen Medien und regen sowohl unsere Interviewpartner:innen als auch die Zuschauer:innen zur Reflexion an.

Wir bieten jungen Menschen einen geschützten Rahmen, um über persönliche oder kontroverse Themen im Zusammenhang mit Demokratie und Partizipation in Wien zu sprechen, ohne Angst vor Kritik von Freunden, Eltern oder Lehrern haben zu müssen. So werden vermeintlich Unsichtbare unserer Gesellschaft sichtbar, während sie gleichzeitig ihre Anonymität wahren – eben (un)sichtbar!

Beispiele unserer Arbeit finden sich bald auf Instagram unter @unsichtbar_in_oesterreich. Wenn du zwischen 10 und 28 Jahren alt bist und Lust hast, mitzumachen und deine Meinung zu äußern, melde dich bei uns unter comein@sozialwerk.at oder auf Instagram unter @unsichtbar_in_oesterreich.

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